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KLANGGÄRTEN
Kurzfilmfassung A 2015 full HD 1920x1080p 24b/s 4'32"

Interaktiver Animationsfilm von Iby-Jolande Varga
basierend auf dem Klangspiel und auf der Partitur
7x7 interactive von Karlheinz Essl

Der hier präsentierte Film ist die lineare HD-Fassung des interaktiven Animationsfilmes,
in der Original-Auflösung des Spiels mit 1200x800 px

Interaktive Fassung KLANGGÄRTEN:
In der interaktiven Fassung können alle Partiturpartikel nonlinear aktiviert werden:
Die weißen lösen Klang und Animation aus, die schwarzen nur Klangereignisse.

Animationstechniken:
Eigens für Klanggärten gestaltete Objekte in Stop Motion Technik und mit Flash-Tweening animiert.
Einzelbildweise für die nonlineare Überlagerung bearbeitet.

Hinweis:
Die Filmfassung ist eine in Flash direkt modifizierte lineare Fassung des Spiels,
ohne Einbeziehung jener Klangpartikel, die nicht mit Animationen verbunden sind.



ÜBER KLANGGÄRTEN

Allgemeiner Text:

KLANGGÄRTEN ist ein interaktiver Animationsfilm von Iby-Jolande Varga, der auf dem Klangspiel und der Partitur 7x7 des österreichischen Komponisten und Musikers Karlheinz Essl basiert.

Der interaktive Partiturfilm folgt der „Spielregel” der quadratischen Spielpartitur, die von Instrumentalquartetten in verschiedenen Besetzungen ausgeführt werden kann: 7x7 Klangbausteine müssen, ausgehend von den vier Eckpunkten, in freier Folge und Abwechslung in Spiralen bis hin zum Zentrum gespielt werden. Dieses Zentrum bildet die Klimax, wo mit dem vollständigen harmonischen Grundmaterial der Komposition frei improvisiert wird.

„Meine Kompositionen sind wie Klanggärten, durch die ich wandle.”
Karlheinz Essl

Dieses Zitat des Komponisten sowie Assoziationen zu historischen Überlieferungen einer quadratischen Anlage der Hängenden Gärten inspirierten die Multimedia-Künstlerin Iby-Jolande Varga zu einer utopischen Vision von klingenden Gärten, welche im Spiel kraft der Musik interaktiv und in freier Interpretation zum Schweben gebracht werden.

Alle Animationen wurden in klassischer Stop-Motion-Technik gefilmt. Aus den speziell dafür gebauten Objekten entstand eine Assemblage: Der kubische Schaukasten, innen verspiegelt ins Unendliche, spiegelt die unendlichen Möglichkeiten, die nonlineare Partitur 7x7 abzuspielen.


Speziellerer Text:

Der kubische KLANGGÄRTEN-Schaukasten, innen verspiegelt ins Unendliche, repräsentiert die unendlichen Möglichkeiten, die nonlineare Partitur 7x7 abzuspielen.

Die Partitur ist quadratisch, in 7x7 Kästchen mit Klangbausteinen notiert, die laut Spielregel von 4 Musikern in freier Folge in Spiralen zu spielen sind – beginnend in den 4 Ecken und mit der Klimax im Zentrum. Sie ist in einer anderen Fassung als 7x7 interactive, mit dem user gleichsam als lebendem Zufallsgenerator, umgesetzt. Eine Kombination dieser beiden Ansätze, Spielregel, Zufallselementen und Interaktivität, bildet die Basis für KLANGGÄRTEN.

„Meine Kompositionen sind wie Klanggärten, durch die ich wandle” – Karlheinz Essl

Gedankenverbindungen zu Gärten wie zur 7x7 Partitur führten unversehens zu einer klassischen Metapher für das niemals Realisierbare, für das Poetisch-Utopische, allerdings durch das einst Dagewesene mit dem Versprechen, doch realisierbar zu sein – zu den Hängenden Gärten – sie sollen nach Überlieferungen quadratisch angelegt gewesen sein, als Stufenpyramide.

Im verspiegelten Kubus ist die interaktive Partitur auf einer Pyramide angeordnet, mit der Klimax im Zentrum am höchsten Punkt. Der user macht das Utopische kraft der Musik, der Stop-Motion Animation und kraft der Interaktivität möglich: Eine kleine Gruppe kubischer Objekte im verspiegelten Kubus, repräsentierend den Garten mit Elementen aus der Natur (Baumhäuser gewissermaßen mit Bäumen in den Häusern) wird im Laufe des Spiels zum Schweben und zum Entschweben gebracht.


Hintergrund

Das Projekt KLANGGÄRTEN war von Anfang an als künstlerisch-technisches Vorhaben konzipiert. Es sollten die Möglichkeiten ausgelotet werden, Stop-Motion-Animationen, die auf Fotosequenzen basieren, nonlinear abspielbar zu machen. Die lange Entwicklungszeit 2006–2013 hat unmittelbar damit zu Tun, sie spiegelt die wachsende Kraft der Multimedia-Werkzeuge in diesem Zeitraum. War eine solche Produktion anfangs eher nur prinzipiell möglich, so wurde sie ab etwa 2012 wirklich sinnvoll realisierbar.

Künstlerisch geht KLANGGÄRTEN auf das „Projekt Partiturfilm” zurück, das von Iby-Jolande Varga seit 1992 kontinuierlich entwickelt wird und das sich als Interpretation mit erweiterten Mitteln versteht. Es wurde ursprünglich mit händisch animierten Partituren, grafischen und plastischen Elementen als 16mm Film umgesetzt. 1994 wurde es mit dem Theodor-Körner-Preis für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Der zweite künstlerische Ursprung ist das verspielte Projekt „Virtuelle Klangskulpturen 2000”: Klangelemente und zugehörige Animationen können spielerisch interaktiv ausgelöst werden, noch ohne dramaturgisches Konzept auf jeweils einem Screen. Dieses erste Multimedia-Experiment von Iby-Jolande Varga war unmittelbar von den neuen Möglichkeiten der damals erschienenen Software Flash 4 inspiriert.

Im Projekt KLANGGÄRTEN sollte nun eine zusammenhängende, wenn auch nonlinear abspielbare musikalische Komposition eine dramaturgische Entwicklung ermöglichen. Zugleich sind die händisch gestalteten visuellen plastischen Elemente eine Fortführung der klassischen Animationstechniken. Selbst die nonlineare Umsetzung mittels Maskierungen und verschiedener Composite-Effekte, erinnert an Mehrfachbelichtungstechniken im Film.


Elemente des KLANGGÄRTEN-Projekts

Tonreihe, bei welcher alle Töne zusammenpassen | 7x7 Partitur | Einspielung der Klangbausteine: Georg Riedl, Bassklarinette | musikalisch-künstlerische Analyse | Klangereignisse übersetzt in Zahlenfolgen für die Animation | Objekte aus Stahl, Glas, Acrylglas, Holz, Zweigen, Gesso, Leinen, Papier, Drucken, Pappe | 3D-Tricktisch | 50 LED-Spots, 100 Neodym-Magnete für die Animation | 2000 Fotografien, einzeln bearbeitet | Programmierung

DOWNLOADS

Alle Informationen zum Projekt als PDF:
KLANGGÄRTEN – PDF 4,7 MB
Konzept, Screenshots / Stills, Bilder von der Ausstellung und Präsentaiton im Haus der Musik Wien 2013 sowie CV Karlheinz Essl und Bio-Filmographie Iby-Jolande Varga



SCREENSHOTS / STILLS
Klick auf die Bilder: Web JPG 1200x800 (Originalgröße des Spiels)

Print: klangg_03_cmyk.tif.zip


Print: klangg_05_cmyk.tif.zip


Print: klangg_06_cmyk.tif.zip


Print: klangg_08_cmyk.tif.zip


Print: klangg_09_cmyk.tif.zip


Print: klangg_12_cmyk.tif.zip


Print: klangg_14_cmyk.tif.zip
© Iby-Jolande Varga 2013